Kurzüberblick

1965 und 1966
kamen 20 indische Frauen nach Dillingen, um in Deutschland als Missionarinnen tätig zu sein. Sie wurden in die Kongregation der IndienkarteDillinger Franziskanerinnen aufgenommen. Nach ihrer Berufsausbildung als Erzieherinnen und Krankenschwestern arbeiteten sie 11 Jahre in verschiedenen Gemeinschaften als Krankenschwestern und Erzieherinnen.
Sie schreiben:
„Der Herr aber hatte andere Pläne mit uns. Wir gehorchten der inneren Stimme: Nach Nordindien zurückzukehren und unseren Landsleuten, die größere Not litten, zu dienen. Es war weder für die deutschen Schwestern leicht, uns gehen zu lassen, weil wir miteinander durch Gemeinschaftsleben, Gebet und Arbeit als Mitglieder einer Familie vertraut geworden waren, noch war es für uns leicht, Deutschland zu verlassen, nachdem wir unter großen Opfern und mühsam einen fremden Lebensstil übernommen, eine neue Sprache zu beherrschen gelernt und uns angepasst hatten an ungewohnte klimatische Bedingungen.“Besuch von Sr. Irma Staudinger (ehem. Generaloberin)

Von 1976
ab kehrten innerhalb von fünf Jahren 14 Schwestern nach Indien zurück. Das erste Jahr diente der Orientierung und dem Erlernen der verschiedenen Landessprachen.

1978
begannen die ersten Tätigkeiten als Dillinger Franziskanerinnen.

1979
Eröffnung der ersten Missionsstation (Krankenstation) in Bilaspur, Diözese Raipur, M.P., in einem kleinen Mietshaus.Schw. Lima beim traditionellen indischen Tanz.

1980
Erstes eigenes Haus in Bilaspur (Jetzt Provinzhaus).

1981
Eröffnung der zweiten Niederlassung in Madanpur, Diözese Raipur, im Bundesstaat Madhya Pradesh: Krankenstation und Hostel (Wohnheim für Mädchen, um eine Grundausbildung zu erhalten).

1982
Eröffnung der dritten Missionsstation in Bhanria, Diözese Raigarh, Madhya Pradesh: Krankenstation und Hostel.

1985
Errichtung der Region Indien „Maria, Mutter vom Guten Rat“.

1987
Gründung der vierten Missionsstation in Pharsakani, Diözese Raigarh: Krankenstation undSr. Elsa und Sr. Sophia im traditionellen Sarie Unterricht in der Pfarrschule.

1991-93
Änderung des Ordensgewandes in den indischen Sari.

1992
Fünfte Missionsstation: eine neue Kindergarten-Schule in Ameri.

1993
Sechste Missionsstation in Aluva, Diözese Ernakulam, Kerala, um neue Mitglieder anzuwerben und für die Sozialarbeit.

1994
Eröffnung der Schule in Ameri/Bilaspur.

1995
Eröffnung der siebten Missionssstation in Mhaswad, Diözese Kalyan, Bundesstaat Maharashtra: Mitarbeit in der privaten Schule

1997
Beginn der achten Missionsstation in Jagdishpur, Diözese Allahabad im Bundesstaat Uttar Pradesh: Einsatz in der Schule, der Pfarrgemeinde und KrankenstationEinkleidung der Inderinnen

2000
Anfang in Udaipur, Diözese Ambikapur im Bundesstaat Madhya Pradesh: Krankenstation und später Arbeit in einem Hostel. Eröffnung der zehnten Missionsstation in Kozhikode, im Bundesstaat Kerala: Mitarbeit in der Vereinigung „Health Dialogue“ (Gesundheits-Dialog). Inzwischen wurde der Bundesstaat Madhya Pradesh geteilt. Unser Provinzhaus liegt in Chattisgarh (C.G.). Weitere Konventgründungen folgten in Kozhikode; Akbarpur; Delhi und Kareli. Die Schwestern unterrichten dort in Schulen, arbeiten in der Pastoral und ambulanten Krankenpflege.

Inzwischen wuchs die Zahl unserer Mitschwestern in Indien auf 62 an.
 

 

Aufgabenfelder der Dillinger Franziskanerinnen in Indien:

Arbeit einer indischen Schwester in Dispensary
1. Gesundheitswesen:
Mit großer Verantwortung, die Würde des Menschen beachtend, vermitteln unsere Schwestern Hoffnung auf Gesundung.
-   Dispensery’s:Ambulante Krankenstationen für die Armen
-   Gesundheitszentren
-   Leitung von verschiedenen Hilfsorganisationen, z.B.
     Mutter-Kind-Programm
-   RAHA-Programm: Eine Vereinigung in der Diözese Raigarh
     zur Gesundheitsfürsorge und für Erste-Hilfe in den
     Dschungeldörfern

2. Erziehung und Bildung: Schule in Ameri
Ein Weg der aus der Armut führt und Hoffnung vermittelt.
-    Schulen und Kindergärten im städischen
     Gebiet und Dorfschulen
     Es kommen Kinder aus Hindufamilien,
     Moslems, Sikhs und Christen die in der
     Minderheit sind. In Indien, einem Land mit
     multireligiöser Prägung, ist es unseren
     Schwestern ein großes Anliegen, den Dialog
     mit den verschiedenen Religionen zu pflegen
-   Betreuung von Hostels (Schülerheimen) unter der dörflichen Bevölkerung
-   Alphabetisierung von Kindern (vor allem Mädchen, die sonst keine Schule besuchen
     könnten)
-    Nachhilfe für schwachbegabte Kinder

3. Entwicklungsarbeit: Besondere Sorge für Frauen und Kranke
Die Würde der Frau respektieren und ihre Rolle in Familie, Dorfgemeinschaft und Gesellschaft verwirklichen helfen.
-   Ganzheitliche Förderung der Frauen
-   Mitarbeit im Grihini-Programm der Diözese Raigarh
-   Mädchen und jungen Frauen (ohne oder mit geringer
     Schulbildung) Grundkenntnisse und
     praktische Fertigkeiten in Hausarbeit, Mutterschaft und
     gesunder Lebensführung vermitteln
     (Kochen, Nähen, Handarbeit, Gartenarbeit m.
     Gemüseanbau, Haus- und Kinderpflege,
     natürliche Familienplanung, Rechnen d.h. auch Einführung
     eines Sparsystems,
     Sprachunterricht in Hindi, Sozialerziehung ..)

4. Sozialarbeit:
Befreiung von Menschen und Gemeinschaften aus jeglicher unterdrückender Situation. Einstehen für Menschlichkeit und gerechte soziale Ordnung.
¨    Beratung und Betreuung von Alkoholikern/Drogenabhängigen
¨    Gefangenenarbeit
¨    Betreuung von Prostituierten und Armen
¨    FamilienarbeitGemeinsames Beten

5. Evangelisierung
auf der Basis humaner und christlicher Werte.
-   Pfarreiarbeit
-   Familienbesuche und Familiengebet
-   Gespräche und Begegnung
-   besondere katechetische Vorbereitung auf die hohen Feste
     während der Advents- und
     Fastenzeit
-   Gottesdienstgestaltung; Jugendarbeit...


Wenn Sie die Arbeit der Schwestern ünterstützen möchten:

Spendenkonto:

Missionsprokura der Dillinger Franziskanerinnen,
Konto: 70343 Sparkasse Dillingen/Donau
BLZ: 72251520,
Stichwort: Indien

“Denn Gott geht uns voran!”

Geschichte der Dillinger Franziskanerinnen in Indien